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Mitarbeitender bei der exakten Versetzung von Entwässerungsrinnen aus Beton

Verlässlich

Neuste Erkenntnisse und Fortschritte auf dem Weg zu Netto Null

Ein Kontrapunkt im unsicheren Umfeld

In einem global zunehmend verunsicherten Marktumfeld, geprägt von politischen Spannungen und Signalen, die oft schwer einzuordnen sind, wird Verlässlichkeit zu einer seltenen, aber umso wichtigeren Qualität. Viele Entwicklungen sind nicht mehr eindeutig interpretierbar, Entscheidungen werden komplexer und kurzfristiger. In diesem Umfeld setzen wir bewusst einen Kontrapunkt: Wir stellen verlässliches Handeln und verlässliches Wirtschaften ins Zentrum unseres Tuns.

Verlässlichkeit ist einer der drei Grundwerte unserer Gruppe, und sie ist mehr als ein Anspruch: Sie ist ein Versprechen, das wir täglich einlösen. Auf uns ist Verlass. Wir halten uns an Abmachungen, stehen zu unserem Wort und übernehmen Verantwortung, gegenüber unseren Mitarbeitenden, unseren Kunden und der Umwelt.

Verlässlichkeit entlang der Wertschöpfung

Diese Verlässlichkeit zeigt sich entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette. Dazu gehört die konsequente Auswahl – wann immer möglich – regionaler Lieferanten, die stetige Modernisierung unseres Anlage- und Maschinenparks sowie die kontinuierliche Schulung unserer Mitarbeitenden. Ebenso zentral ist eine langfristige, generationenübergreifende Finanzplanung mit einem hohen Eigenkapitalanteil. Diese Elemente bilden die tragenden Säulen für die Qualität unseres Service- und Produkteangebots. Genau das verstehen wir unter «verlässlich».

Messbare Fortschritte und Innovation

Gerade im Kontext der Nachhaltigkeit gewinnt Verlässlichkeit eine besondere Bedeutung. Statt Versprechungen lassen wir Taten sprechen und messen unseren Fortschritt konsequent an klaren Zielen und überprüfbaren Ergebnissen.

Im vergangenen Jahr konnten wir in mehreren Bereichen konkrete Fortschritte erzielen: Wir haben den Ausbau unserer Photovoltaikanlagen weiter vorangetrieben und dadurch 2025 eine zusätzliche Leistung von 1,62 GWh erlangt. Gleichzeitig ist es uns gelungen, unsere Treibhausgasemissionen Scope 1 – 3 im Kerngeschäft Beton gruppenweit gegenüber 2022 weiter zu reduzieren, und zwar um insgesamt 23 %. Durch die Erhöhung des Einsatzes von Recyclinggranulat im Frischbeton auf insgesamt 3 % des Gesamtabsatzes konnten wir den Verbrauch von Primärkies weiter senken.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Produkte: In Forschung und Entwicklung arbeiten wir intensiv an neuen Rezepturen, um den Anteil CO2-intensiven Klinkers zu reduzieren. Parallel dazu optimieren wir unsere Logistik mit einer streckenabhängigen Reduktion des Treibstoffverbrauchs unserer LKW-Flotte um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr, sowie dem konsequenten Ausbau der Elektrifizierung unserer Stapler und Geschäftswagen.

Mit der Markteinführung innovativer Lösungen wie RAINMESH leisten wir zudem einen aktiven Beitrag zum Umgang mit den Herausforderungen der Klimaerwärmung.

Verlässlichkeit im Marktversprechen

Verlässlichkeit zeigt sich auch in unserer täglichen Marktleistung. Im Jahr 2025 ist es uns gelungen, erneut unsere hohen Standards zu halten: Unsere Kunden profitieren weiterhin von einem umfassenden Produktsortiment, hoher Lieferverfügbarkeit, konstant normgerechter Qualität und einem überzeugenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

Verlässlichkeit bedeutet für uns, heute zu handeln und morgen dafür einzustehen. Diesem Anspruch bleiben wir verpflichtet.

Urban Müller
Präsident des Verwaltungsrates

Urban Müller in Kiesgrube

Highlights und Fortschritte 2025

-54 % weniger entschädigte Tage infolge Berufsunfall als der Branchendurchschnitt in der Schweiz
-29 % weniger Berufsunfälle als der Branchendurchschnitt in der Schweiz
< 10 km durchschn. Transportstrecke allen zugeführten Sandes und Kieses
21 % des Strombedarfes werden aus eigenen PV Anlagen gedeckt
1. Verkauf normkonformer Betonpflasterstein «Oulesse®» mit klinkerfreiem Bindemittelanteil und 30 % weniger CO2 als der CH Durchschnitt
1. Lieferung Eigenentwicklung Frischbeton «DEKAR®-Beton» mit bis zu 42 % weniger CO2
−20 % Emissionsreduktion to CO2eq je Produktionstonne Beton D+CH ggü. 2022 inkl. Handelsware Stahl/Guss
-18 % Emissionsreduktion Scope 1 – 3: −18 % to CO2eq D+CH ggü. 2022 inkl. Handel Stahl/Guss
+55 % RC-Anteil Gesteinskörnungverkauf ab Rickenbach. Ggü VJ: +55 % RC Granulat, +17 % Frischbeton mit RC
74 967 m2 aufgwertete und z.T. ökologisch begleitete Naturflächen
105 057 Beschaffung von 105 057 Stk. Ø 5 × wiederverwendbare Holzpaletten
184 vollelektrische Flurförderzeuge
2,76 GWh Bezug Strom aus eigenen PV Anlagen
−2 % / 100 km Dieselverbrauch LKW Flotte ggü. 2022
1. Inverkehrbringung von «RAINMESH»: Digitale Innovation für nachhaltiges Wasserkreislauf-Management der urbanen Infrastruktur
1438 Produkte mit Nachhaltigkeitscharakter im Sortiment aller Verkaufsgesellschaften
−9 % Emissionsreduktion Scope 1: −9 % to CO2eq D+CH ggü. 2022 inkl. Handel Stahl/Guss
330 Sortimentsprodukte mit Recycling statt Primärkies
Verbreitung vieler geschützter Tiere auf unseren Arealen wie Geburtshelferkröte, Bergmolch, Biber
CHF 3,48 Mio. Investition in Projekte mit Nutzen für die Nachhaltigkeit
Themen
Bagger und LKW Arbeiten in der Kiesgrube Werk Rickenbach
Unsere Gruppe
Mehr als Beton
Zwei Kinder auf einer Baustelle
Governance, Ethik und Integrität
Die Vision: ein «enkelfähiges» Unternehmen
Frisch produzierte Pflastersteine mit CO2-reduziertem Beton
Produkte und Dienstleistungen
Nachhaltige Betonprodukte
Umweltleistungen bei der MÜLLER-STEINAG Gruppe
Umweltleistung
Die Wege des grünen Engagements
Strassentransportfachfrau von CREABETON
Mitarbeitende und Arbeitsbedingungen
Die Menschen im Zentrum
Nachhaltige Betonpflastersteine
Wirtschaftliches und Innovation
Die Wirtschaft im Wandel

Vision Nachhaltigkeit

Wir tragen dazu bei, die Lebensgrundlage heutiger und kommender Generationen zu erhalten und sichern damit das langfristige Überleben unseres eigenen Unternehmens. Das ist unser Verständnis von Nachhaltigkeit.

Vision: Die Unternehmen der MÜLLER-STEINAG Gruppe sind «enkelfähig».

Vision Umwelt

Die MÜLLER-STEINAG Gruppe (MSG) ist bis 2050 klima­neutral. Das heisst, die unternehmensweite Klimabilanz weist einen Saldo von Netto-Null-Emissionen auf.
Wie wir das erreichen:

  • Messen und verbessern: Konsequentes Monitoring und regelmässiges Ausweisen der Klimabilanz in allen Firmen der Gruppe.
  • Stoffkreisläufe schliessen: Wir schonen die Ressourcen und schliessen Stoffkreisläufe, z. B. durch den Einsatz von RCC-Beton oder durch die Wasseraufbereitung im Produktionskreislauf.
  • CO2-Fussabdruck senken: Wir vermeiden CO2­-Emissionen durch konkrete Massnahmen wie z. B. durch die Installation von CO2­-neutralen Heizungsanlagen, den Einsatz von nicht-fossilen Antriebstechniken (z. B. E- und H2-Antriebe), die Verwendung von CO2-armen Baustoffen ( z. B. CO2-arme Zemente, RC-Materialien), die Förderung eines energiesparsamen Verhaltens (z. B. QualiDrive), die Installation von eigenen, CO2-neutralen Stromerzeugungsanlagen.
  • Biodiversität fördern: Wir sorgen dafür, dass unsere Abbaustellen ökologisch begleitet werden. Alle Standorte arbeiten mit der Stiftung «Natur und Wirtschaft» oder einer vergleichbaren Institution zusammen und schaffen ökologisch wertvolle Hecken und Flächen.
  • CO2-Emissionen kompensieren: Soweit es die technischen Möglichkeiten zulassen, führen wir CO2 wieder dem Beton zurück, durch Rekarbonatisierung. Den verbleibenden Überschuss der CO2-Bilanz kompensieren wir mittels anerkannten Kompensationsmassnahmen wie z. B. für Aufforstungsprojekte.
  • CO2-reduzierte Produkte entwickeln: Wir fördern die Entwicklung und den Vertrieb von CO2-­reduzierten und energiesparsam hergestellten Produkten.

Vision Soziales

Die MSG gewinnt und hält im Branchenvergleich überdurchschnittlich viele qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wir fördern und erhalten unser sehr gutes Betriebsklima, die Chancengleichheit, innerbetriebliche Weiterbildungschancen und das hohe Niveau bei der Arbeitssicherheit.

  • Gesundheit fördern: Wir setzen gesundheitsfördernde Massnahmen am Arbeitsplatz um. Wir führen z. B. Ergonomie- und Arbeitssicherheitsschulungen durch und gestalten Arbeitsplätze ergonomisch.
  • In Weiterbildung und Nachwuchs investieren: Wir animieren und unterstützen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sich ständig weiterzubilden und wir fördern den Nachwuchs aktiv (z. B. durch den Ausbau unseres Lehrstellenangebots).
  • Austausch ermöglichen: Wir führen Anlässe für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch und fördern das gesellschaftliche Zusammensein aktiv. Der Austausch auf Augenhöhe, ungeachtet der Hierarchie, treibt uns zu Höchstleistungen an.
  • Chancengleichheit erhöhen: Wir überwachen und messen die Geschlechtergleichstellung und erhöhen nach Möglichkeit den Frauenanteil in unseren Unternehmen.

Vision Wirtschaftliches

Unsere Investitionen in die Nachhaltigkeit geschehen aus Vernunft. Die MSG versteht sie sowohl als moralische als auch als reglementarische Verpflichtung. Der Einsatz für die Nachhaltigkeit lohnt sich im Unternehmen umsatz- und kostenseitig und generiert Wachstum. Damit befähigen wir unsere Firmen, langfristig zu existieren (gutes Rating, tiefes Insolvenzrisiko).

  • Wirtschaftlich erfolgreich bleiben: Wir setzen auf langfristig ausgelegten, wirtschaftlichen Erfolg. Wir achten auf eine starke, regionale Verankerung, hohe Kontinuität bei der Qualität unserer Produkte, rasche Lieferbereitschaft und kurze Transportwege.
  • Substanz erhalten: Der VR sorgt für einen hohen Eigenkapitalanteil und kontinuierlichen Substanzerhalt.
  • Innovation fördern: In der Forschung und Entwicklung nutzen wir den Wissenstransfer und den Wettbewerb zwischen den einzelnen Firmen der MSG, aber auch den internationalen Austausch. Unser Ziel ist es, uns als Anbieter punkto Innovation unter den Top 3 Unternehmen in der Branche (CH) zu positionieren.

Konkretisierung unserer Vision:

Die Durchgängigkeit «Vision > Leitbild > Strategie > Nachhaltigkeit > Ziele» präzisiert die Überführung der Vision bis hin zu den Massnahmen im Tagesgeschäft und Alltag unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wo immer möglich, messen wir das Erreichen unserer Ziele. Damit garantieren wir eine Überwachung des Fortschritts und sind befähigt, effektive Verbesserungsmassnahmen einzuleiten.

Nachhaltigkeitsbericht

Informationen zum Nachhaltigkeits­bericht

Die MÜLLER-STEINAG Gruppe zählt mit ihren 1177 Mitarbeitenden an 14 Fabrikationsstandorten für Betonfertigprodukte, drei Standorten zum Abbau von Gesteinskörnungen, einer Frischbetonzentrale für Transportbeton, einem Standort zum Handel von Natursteinen, vier Vertriebsgesellschaften und zwei Dienstleistungsgesellschaften zu den namhaftesten Pfeilern der Schweizer Bauzulieferbranche.

Die MÜLLER-STEINAG Gruppe steht für eine klare, faktenbasierte und transparente Kommunikation zur Nachhaltigkeit von Betonprodukten und deren Ökobilanzen ein. Die Treibhaugasbilanz wurde auf Basis des gruppenüberspannend konsolidierten Messplanes von der Firma Neosys AG in Gerlafingen berechnet. Dabei wurden Scope 1, Scope 2 und, aufgrund der Wesentlichkeitsanalyse, Scope 3 mit den Kategorien 1 (eingekaufte Güter), 3 (Bereitstellung der Energieträger) und 4 (Transporte) erfasst. Erstmals wurden im 2025 auch metallische Fabrikate (Handel, ohne Armierung), insbesondere Gussabdeckungen für Rinnen, erfasst. Sie werden, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, separat ausgewiesen und nicht den Betonprodukten alloziiert.

2025 wurden zwei mit dem Branchenverband erarbeitete umweltrelevante Berichte publiziert: Der Branchenfahrplan Scope 1 – 3, und die Umwelt-Produktedeklarations- Durchschnittswerte (EPD’s) nach ISO 14025 und EN 15804 für Betonfertigteile. Die Informationen sind auf der Homepage des SwissBeton, www.swissbeton.ch, abrufbar. In unserer Unternehmensgruppe erarbeiteten zudem für die Werke Rickenbach, Rotzloch und Lyss je einen Bericht zum firmenspezifischen CO2– Fussabdruck nach GHG Richtlinien mit individuell zugeschnittenem Fahrplan Netto-Null. All dies ermöglicht es uns absolut transparent und nachvollziehbar, da auf wissenschaftlichen Methoden erarbeitet, Ökobilanzwerte zu unseren Produkten weitergeben zu können, und anderseits die Massnahmen zur weiteren Dekarbonisierung faktenbasiert steuern zu können.

Der vorliegende Bericht dokumentiert das oben beschriebene Kerngeschäft der Gruppe. Weitere kleinere, juristisch angegliederte Firmen ausserhalb des Kerngeschäftes werden hier nicht dokumentiert. Dazu gehören unter anderem der Handel mit Traktoren und Landmaschinen und deren Reparaturen oder Immobiliengesellschaften sowie Beteiligungen an anderen Firmen.

Bei allen Standorten in der Deutschschweiz und Romandie sowie für Baden-Baden (D) liegen für alle Produktionsund Vertriebsgesellschaften ISO-9001- und 14001-Zertifikate vor. Die Gesetzeskonformität wird mit einem Instrument einer externen Fachstelle, Lexplus von Neosys, laufend überwacht und jährlich aktualisiert.

Die MÜLLER-STEINAG Gruppe besitzt eigene Waldbestände in der Schweiz, pflegt sie und baut sie laufend aus. Wir hegen grundsätzlich Zweifel an der Verlässlichkeit des Handels mit Emissionszertifikaten und vertreten auch die Einstellung, dass eine Anrechenbarkeit von heimischem Wald zur CO2-Kompensation fragwürdig ist. Deshalb haben wir diesen Aspekt bewusst nicht in die Berichterstattung aufgenommen. Ausführlichere allgemeine Informationen zur Einbettung der MÜLLER-STEINAG Gruppe in die Stakeholder-Landschaft, zur Wertschöpfungskette, zu generellen Nachhaltigkeitsaspekten des Baustoffes Beton, zu grundsätzlichen Einflussmöglichkeiten entlang der Stoffkreisläufe, Dekarbonisierung und Biodiversität beim Kiesabbau entnehmen Sie bitte dem Jahresbericht 2023. Ich danke Ihnen für das Interesse an unserem Engagement in Sachen Nachhaltigkeit innerhalb der MÜLLER-STEINAG Firmengruppe und wünsche Ihnen spannende Lektüre.

Ihre Ansprechperson für Fragen zum vorliegenden Bericht ist Adrian Forrer.